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Friedensweg

Seit längerer Zeit bewegt uns der Gedanke, wie wir unseren Umschwung nutzen können, um etwas vom Frieden Gottes und seiner Versöhnung darzustellen. Unser Ziel ist es dabei, den vielen willkommenen Gästen und Spaziergängern auf dem Bienenberg einen Anreiz zu bieten, über die Botschaft Jesu Christi nachzudenken und besser zu verstehen, was die Bedeutung des Evangeliums ist und welche praktische Relevanz die biblische Botschaft hat. Wir freuen uns, wenn der Friedensweg für viele Menschen attraktiv ist und bei unseren Gemeinden zu Aktionen für den Frieden ermutigt.

Seit Sommer 2007 setzen wir die Idee um, Schritt für Schritt einen Friedensweg aufzubauen, der sich aus verschieden thematisierten Posten zusammensetzt.

Unser Friedensweg nimmt Bezug auf die Heilsgeschichte (von Schöpfung bis neue Schöpfung) und die Posten sollen entsprechend thematisiert sein. Vier Themen kommen zur Darstellung: Sünde-Vergebung-Rettung-Hoffnung. Das Ganze soll eine Wechselausstellung zugunsten vielfältiger Beteiligung und vielfältiger Materialien sein. Wir wollen die Posten in Zusammenarbeit mit Gemeinde-Verbänden, Gemeinden, Jugendkommissionen, Mennonite Central Committee, Church and Peace, usw. konzipieren.

 
Bisher gibt es folgende Posten:

Informationsposten
Eine alte Telefonkabine bietet Informationen über den Friedensweg an. Hier kann man ab CD-Player in Deutsch, Englisch und Französisch eine "etwas andere" Einführung erhalten - oder auch Informationen lesen und in einem bereitgelegten Buch die gemachten Eindrücke beim Begehen des Friedensweges notieren oder Gesehenes kommentieren.
   
Bereich "Schöpfung"
Der Schöpfungsbrunnen
Dieser Schöpfungsbrunnen verdeutlicht uns, dass wir von Gott her wurden: wir sind seine Kreaturen, wir sind abhängig von ihm, und ihm sagen wir unseren Dank. Die Quelle des Lebens ist in ihm. Die Taube, finanziert von einer Gruppe der reformierten Kirche Winterthur, die uns besucht hat- sitzt auf dem 7. Steinposten, der das Ruhen Gottes von seinen Werken am Sabbat symbolisiert.

Der Brunnen wurde durch eine freundliche Gabe des „Pax Boys“ Programmes vom „Mennonite Central Committee“ finanziert und erinnert daran, dass dieses Programm von Nordarmerikanern als Alternative zum Militärdienst von 1951-1976 genutzt wurde und dem kriegsgeschüttelten Europa zugute kam.

   
Bereich "Sünde"
"Gewaltszenen"
Die Figuren zeigen eine Steigerung von Gewalt, die an biblische Symbolfiguren denken lassen. Am Anfang war der Abfall vom Schöpfer. Eine vorenthaltene Frucht stand scheinbarem menschlichem Glück im Wege. Bald darauf folgte schon der erste Mord (Nachzulesen in Genesis 3 und 4). Eine Arbeit des Unterweisungskurses der Mennonitengemeinde Sonnenberg, Jura.
   
Die „Stolpersteine“
Sie wollen uns zum Nachdenken über aktuelle Konflikte in Europa bringen und unsere , vielleicht eingefahrenen und traditionellen, Gedanken „ins Stolpern bringen“
   
Bereich "Heil, Erlösung"
Die „betenden Hände“
Sie gehören in den Bereich Erlösung und symbolisieren die Bitte aus dem Unser Vater: "Erlöse uns von dem Bösen".
   
"Kreuz und Waffe"
Allzu oft haben Menschen die Waffen erhoben und das auch noch mit dem Kreuz begründet. Das Symbol des vollendeten Erlösungswerkes Christi und der Versöhnung zwischen Gott und Menschen wurde und wird missbraucht. Doch gerade weil Gott am Kreuz seine Liebe für alle Menschen deutlich gemacht hat, kann Gewalt, das Bösen und Verletzungen durch eine Begegnung mit dem Erlöser überwunden werden. Darin liegt unsere Hoffnung. Erneut hat uns B. Egly (Guebwiler/F) mit seiner Metallarbeit einen Posten geschenkt.
   
Das „Bodenmosaik“
Das Bodenmosaik zeigt viele bunten Scherben, die auf Jesus, hinweisen, der aus den Scherben unseres Lebens etwas Schönes und Anmutiges gestalten kann. Dieser Posten wurde von Esther Hirschi in Zusammenarbeit mit der Mennonitengemeinde Münchenstein erstellt.
   
Das "Büchergestell"
Anlässlich der Church and Peace Jahrestagung 2009 wurde ein neuer Posten aufgestellt und eingeweiht, der Bezug zum Schreckenserlebnis in New York vom 11. September 2001 nimmt. Der holländische Künstler Jan Piet van der Berg schuf aus Grabsteinen eine Art Mahnmal, um daran zu erinnern, dass - wie bei11/09- Zerstörung und Tod stattfinden kann, aber am Ende doch die Liebe bleibt, die einen Neuanfang ermöglicht.
   
Bereich "Hoffnung"

Das Heil und die Hoffnung
Schwerter sind zu Pflugscharen verändert worden
Das Kunstwerk von Bernard Egli (Elsass) zeigt uns einen Schmied, der aus Schwertern eine Pflugschar schmiedet In unseren Ausbildungsprogrammen geschieht Ausbildung und Transformation- wie es auch an den Schwertern geschieht. Die Prophetie, in der Gott von einem solchen Veränderungsprozess spricht, steht in Jesaja 2,4:

„Gott spricht Recht im Streit der Völker, / er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern / und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, / und übt nicht mehr für den Krieg"

Und Micha 4,3: Gott spricht Recht im Streit vieler Völker, / er weist mächtige Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern / und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, / und übt nicht mehr für den Krieg.“

Die Geschichte, aber auch das aktuelle Weltgeschehen rufen nach Transformation und neuem, lebensförderndem Umgang mit Konflikten. Christus ruft uns zur Veränderung und lädt uns ein zur Hoffnung und durch Liebe, Wahrheit und Wehrlosigkeit Veränderung zu schaffen.

   

Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Friedensweges in den nächsten Jahren. Wir wünschen allen Gästen viel Freude und gute Anregungen beim Spaziergang entlang des Friedensweges!